Die beliebtesten Weihnachtsbäume in Deutschland

Den perfekten Weihnachtsbaum stellt sich jeder ein bisschen anders vor. Die einen wollen lieber einen schlanken, zarten Baum, die anderen eine kräftige, volle Tanne. Es gibt unzählige Vorlieben und Vorlieben, wie der perfekte Weihnachtsbaum aussehen und was er alles aushalten muss. Wünsche wie “er sollte nicht stechen”, “er sollte nicht nadeln” und “er sollte angenehm duften” gesellen sich zu den optischen Ansprüchen und machen es mitunter schwierig, den EINEN Baum zu finden, der alles vereint.

Platz 1: Die Nordmanntanne – der Alleskönner fürs Wohnzimmer

In mehr als 60 Prozent sind die festlich geschmückten Bäume Nordmanntannen. Das Bäumchen ist auch mit Abstand der teuerste Baum. Es dauert in der Regel 12 bis 15 Jahre, bis dieser eigens für die Weihnachtszeit angebaute Nadelbaum Zimmerhöhe erreicht. Wegen hervorragender Eigenschaften, u.a. weiche, glänzende Nadeln, gute Haltbarkeit, gleichmäßiger Wuchs, kräftige und nicht harzende Äste, ist die Nordmanntanne schon seit Jahren sehr beliebt und längst kein Geheimtipp mehr.

Platz 2: Die Blaufichte – für Unerschrockene und Liebhaber

In knapp 20 Prozent der warmen Stuben werden Blaufichten aufgestellt. Die wunderschön blau schimmernden Nadeln haben der Blaufichte jedoch nicht grundlos den Zweitnamen “Stech-Fichte” eingebracht. Wer sehr empfindliche Hände hat, wird beim Schmücken eher weniger weihnachtliche Vorfreude empfinden. Das Bäumchen duftet nach Wald und zeichnet sich außerdem durch einen gleichmäßigen Wuchs aus. Leider halten die Nadeln nicht ganz so lange, weshalb die Blaufichte bestenfalls erst kurz vor dem Fest geschlagen werden sollte.

Platz 3: Die Nobilistanne – der neue Geheimtipp

Die Nobilistanne bzw. Edeltanne konkurriert preislich mit der Nordmanntanne und wird ebenfalls immer beliebter. Sie hat die ausgediente Fichte mittlerweile vom Beliebtheitstreppchen geschubst und den 3. Platz eingenommen. Ihre weichen, blaugrünen Nadeln duften sehr intensiv und fruchtig. Die etagenförmig angeordneten Zweige wachsen zwar etwas unregelmäßiger, aber der Nadelbaum ist noch haltbarer als die Nordmanntanne. Die Zweige sind ebenso stark genug für schweren Christbaumschmuck.

Die Korktanne – ein exotischer Vorreiter?

Die Korktanne, auch Felsengebirgstanne oder Rocky-Mountains-Tanne genannt schafft es zwar noch nicht aufs Treppchen, die Beliebtheit als Weihnachtsbaum lässt sich in Google Trends jedoch eindeutig als zunehmend erkennen. Die weichen Nadeln können stärker ins bläuliche oder auch silbergraue spielen als die Blaufichte. Die Korktanne duftet im warmen Wohnzimmer intensiv zitrusartig und ist sehr lange haltbar. Vom Wuchs her besticht sie durch eine schlanke, regelmäßige Krone. Liebhaber schätzen besonders den Duft dieser Tanne, mit dem die Nordmanntanne eher weniger glänzen kann.

Absolut im Trend: Den Weihnachtsbaum selber schlagen

Laut Google Trends ist es im Osten Deutschlands ein großes Anliegen, das Bäumchen selbst aus dem Wald oder von der Farm zu holen. Grund dafür ist hier vor allem die Vorliebe für “Produkte aus der Region”. Ein weiterer Vorteil: Wer selbst schlägt, bekommt tatsächlich auch die frischesten Bäume. Wer sein Tännchen im Baumarkt oder beim klassischen Weihnachtsbaumhändler kauft, der erhält kurz vor Weihnachten einen ebenso “frischen” Baum wie vier Wochen vorher, da alle Bäume zur gleichen Zeit geschlagen wurden.

Große Überraschung: Künstliche Weihnachtsbäume sind auch “in”

Wer hätte das gedacht? Auch der künstliche Weihnachtsbaum wird immer beliebter. Mittlerweile kann das Tännchen aus Kunststoff sogar täuschend echt aussehen, erst recht, wenn er hübsch geschmückt ist. Die Plastiktanne piekst nicht, nadelt nicht, ist wiederverwendbar und sogar in der jeweiligen Wunschfarbe erhältlich. Die meisten künstlichen Weihnachtsbäume sind auch sehr regelmäßig vom “Wuchs”. Einmal ausgesucht und bezahlt, entfällt die jährliche Suche nach dem perfekten Baum und der Ärger über die steigenden Preise. Einzig der angenehme Tannenduft entfällt. Duftsprays sollen das richten können. Dann kann das große Fest ja kommen!