Sie öffnen die Google Search Console, weil Sie wissen möchten, welche Keywords tatsächlich Traffic bringen und wo Chancen für schnelle Verbesserungen liegen. Diese Anleitung führt systematisch durch den Export von Keyword‑Daten — so, dass Sie danach sofort filtern, priorisieren und in Content‑Maßnahmen sowie ins SEO‑Reporting überführen können. Keine Theorie, nur handfeste Schritte und ein empfohlenes CSV‑Template zum direkten Download.



Laden Sie das Beispiel‑CSV herunter und probieren Sie den Export direkt an einer Ihrer Propertys aus. Das Template spart Zeit bei der Weiterverarbeitung. Bei Fragen zur Indexierung finden Sie zusätzliche Hinweise in unserem Artikel zur Indexierung.

Richtig exportiert liefern Keywords nicht nur Daten, sondern konkrete To‑Dos. Im folgenden Text erkläre ich, wann ein Export sinnvoll ist, welche Rechte und Filter nötig sind, wie der Export in vier klaren Schritten funktioniert und wie Sie die Resultate zu Top‑3‑Chancen machen. Am Ende finden Sie ein nutzbares CSV‑Format sowie kurze Alternativ‑Anleitungen für Ahrefs, SEMrush und Sistrix.

Wann und warum Keywords exportieren

Viele SEOs erkennen nur grob, welche Queries Traffic bringen. Ein gezielter Export schafft echte Klarheit. Exportieren lohnt sich, wenn Sie Content‑Updates planen, die CTR optimieren oder Top‑3‑Rankings ausbauen wollen.

Unter „Keywords exportieren“ verstehen wir den Download der Query‑Daten aus der Performance‑Ansicht der Google Search Console inklusive Klicks, Impressionen, CTR und durchschnittlicher Position. Diese Kombination hilft, Begriffe mit hoher Impression aber niedriger CTR oder Positionen nahe den Top‑3 zu identifizieren.

Manche behaupten, die Search Console liefere nur Stichproben. Das trifft teilweise zu. Trotzdem ist die GSC die einzige kostenlose Google‑Quelle für echte Suchdaten. Für strategische Priorisierung reicht die Datenbasis meist aus — vorausgesetzt, Sie filtern sauber und wählen den richtigen Zeitraum.

Exportieren Sie regelmäßig, mindestens monatlich sowie vor größeren Content‑Sprints. So erkennen Sie Trends rechtzeitig und nutzen Positionierungs‑Chancen.

Voraussetzungen: Rechte, Filter und richtige Ansicht wählen

Beim Export sehen viele Nutzer nur wenige Daten oder keine Export‑Option. Ursache ist häufig fehlender Vollzugriff oder die falsche Property‑Ansicht. Prüfen Sie deshalb zuerst die Zugriffsrechte (Eigentümer, Vollzugriff, eingeschränkt). Ohne Vollzugriff fehlen Funktionen für Bulk‑Exporte.

Sauber filtern spart viel Zeit in der Nachbearbeitung. Wählen Sie die passende Property (Domain oder URL‑Prefix), den richtigen Search Type (Web, Bild, Video) und die Dimension (z. B. Queries). Ein Zeitraum von 3 Monaten ist ein guter Startpunkt, 12 Monate für saisonale Analysen.

  • Zugriffsrechte prüfen (Vollzugriff empfohlen).
  • Property‑Typ kontrollieren (Domain vs. URL‑Prefix).
  • Search Type wählen (Web in den meisten Fällen).
  • Dimension auf „Query“ setzen.
  • Zeitraum und ggf. Ländereinstellungen festlegen.

Beachten Sie Filter, die Daten ungewollt einschränken (z. B. URL‑Filter oder Seitenfilter). Entfernen Sie Test‑Filter vor dem Export, um eine vollständige Datengrundlage zu erhalten.



Export aus der Google Search Console: Schritt 1–4 (Query auswählen, Zeitraum, Filter, Export)

Sie sind auf der Performance‑Seite. Genau hier beginnt der Exportprozess — präzise, schnell und reproduzierbar. Schritt 1: Öffnen Sie in der Search Console die Property und wechseln Sie links zu „Leistung“ (Performance). Dort wählen Sie oben die Registerkarte „Suchanfragen“ bzw. „Queries“.

Schritt 2: Zeitraum festlegen. Für taktische Maßnahmen eignen sich 90 Tage; für strategische Jahresvergleiche 12 Monate. Wählen Sie auch Gerät = Mobil, wenn der Fokus auf mobilen Rankings in Deutschland liegt.

Schritt 3: Filter setzen. Mindestens diese Filter empfehlen sich:

  • Suchtyp = Web
  • Land = Deutschland
  • Gerät = Mobil
  • Optional: Position < 20 oder Impressionen > 50

Schritt 4: Exportieren. Oben rechts finden Sie das Export‑Icon. Wählen Sie CSV für spätere Verarbeitung und speichern Sie die Datei. Wenn Sie viele Queries benötigen, nutzen Sie die Search Console API oder teilen den Zeitraum in Abschnitte, um Limits zu umgehen.

Für Bulk‑Exporte über 1.000 Zeilen empfiehlt sich die API. Ein simpler Export über die Oberfläche reicht jedoch für die meisten Redaktions‑ und Reporting‑Zwecke.

Screenshot‑Beispiele für jeden Schritt

Screenshots helfen, die Schritte exakt nachzuvollziehen. Starten Sie mit einem Bild der Performance‑Übersicht und dokumentieren Sie diese Schlüsselmotive:

  • Performance‑Übersicht mit sichtbarer Registerkarte „Suchanfragen“.
  • Zeitraumauswahl geöffnet (3 Monate vs. 12 Monate).
  • Filterpanel mit Gerät = Mobil und Land = Deutschland.
  • Export‑Button mit Auswahlmenü (CSV, Google Sheets, Excel).

Ein Screenshot je Schritt reduziert Fehlerquellen. Ergänzen Sie Bildbeschriftungen und Pfeile, um Missverständnisse im Team‑Onboarding zu vermeiden. Benennen Sie Screenshots nach einem klaren Schema wie „GSC-Export_Schritt1_Property.png“; das erleichtert die Dokumentation.

Wenn Sie automatisierte Aufgaben planen, dokumentieren Sie zusätzlich API‑Endpunkte und Scope‑Einstellungen in einer internen Anleitung.

Empfohlenes CSV‑Format und Felder (Beispiel‑Template zum Download)

Ein standardisiertes CSV‑Format spart bei der Verarbeitung Stunden. Empfohlenes Minimum an Feldern:

  • query — Suchanfrage (Text)
  • page — Zielseite (URL)
  • clicks — Klicks (Integer)
  • impressions — Impressionen (Integer)
  • ctr — Klickrate (dezimal, z. B. 0.042)
  • avg_position — Durchschnittliche Position (dezimal)
  • device — Gerät (Mobile/Desktop)
  • country — Land (ISO)
  • date_range_start — Startdatum
  • date_range_end — Enddatum

Die Kombination aus query, page und avg_position ist zentral, um Top‑3‑Chancen zu identifizieren. CTR plus Impressionen zeigen, ob ein Snippet‑ oder Title‑Test sinnvoll ist. Gerät und Land sind nötig, um mobilspezifische Maßnahmen zielgerichtet zu planen.

Laden Sie das Beispiel‑CSV‑Template herunter und nutzen Sie es als Baseline für Ihre Exporte. Das Template ist vorkonfiguriert für den Import in Excel, Google Sheets und gängige BI‑Tools.

Verwenden Sie eindeutige Trennzeichen (Komma oder Semikolon je nach Region) und UTF‑8‑Kodierung, um Zeichenfehler bei Umlauten zu vermeiden.

Häufige Fehler beim Export und schnelle Lösungen

1 von 3 Export‑Versuchen scheitert an zu engen Filtern oder falschem Zeitraum. Ein typischer Fehler: Ein Filter „Seite enthält /blog/“ schließt gleichzeitig relevante Landingpages aus. Prüfen Sie daher vor dem Export kurz die Filterübersicht und exportieren Sie testweise einmal ohne Filter.

Unvollständige Daten entstehen oft durch fehlende Rechte. Prüfen Sie die Property‑Rollen in Ihrem Google‑Account. Empfehlenswert ist, mit zwei Accounts zu arbeiten: einer für den Export, einer für die Validierung.

Ein häufiger Fehler ist die falsche Geräteselektion. Viele Teams exportieren Desktop‑Daten für mobile Optimierungen — das verfälscht Prioritäten. Setzen Sie Gerät = Mobil, wenn mobile Rankings optimiert werden sollen.

  • Datenumfang kontrollieren (Limits der Oberfläche beachten).
  • Zeiträume konsistent halten (z. B. immer 90 Tage für Rolling‑Analysen).
  • CSV‑Encoding prüfen (UTF‑8) und Dezimaltrenner standardisieren.

Testen Sie nach jedem Export eine Stichprobe: Sortieren Sie nach Impressionen und prüfen Sie die Top‑20‑Queries manuell. So entdecken Sie Filterfehler oder Duplikate schnell.

Alternative Exporte: Ahrefs, SEMrush und Sistrix kurz erklärt

Neben der Search Console bieten Drittanbieter‑Tools eigene Exporte, die sich ergänzen, aber nicht ersetzen. Ahrefs, SEMrush und Sistrix liefern Keyword‑Daten aus ihrer Perspektive (Crawler, Click‑Estimates). Kombiniert mit GSC entsteht ein vollständigeres Bild.

Ahrefs: Exportieren Sie „Organic Keywords“ für eine Domain, inklusive Positionen, Suchvolumen und geschätztem Traffic. Vorteil: gute Übersicht über Wettbewerber‑Rankings. Nachteil: keine echten Klick‑Daten von Google.

SEMrush: Bietet „Organic Research“ mit Keyword‑Listen, Positionen, CPC und Trenddaten. Besonders nützlich für die Kombination von Paid und Organic. Exportformate: CSV/Excel mit zusätzlichen Metriken wie KD (Keyword Difficulty).

Sistrix: Fokus auf Sichtbarkeitsindex und historische Positionen. Exporte enthalten Keywords, Position und Sichtbarkeitswerte. Sehr hilfreich für Markt‑ und Wettbewerbsbeobachtung in Deutschland.

Nutzen Sie die GSC‑Daten als primäre Quelle für klickbasierte Entscheidungen und ergänzen Sie mit Ahrefs/SEMrush/Sistrix, um Wettbewerber‑Lücken und Volumen‑Schätzungen zu validieren. Ein Cross‑Check deckt oft Seiten mit hohem Potenzial auf, die Google bereits mit Impressionen belohnt.

Wie exportierte Daten priorisiert werden: Top‑3‑Chancen und Searchintention prüfen

Priorisieren Sie nach einer Kombination aus Position, Impressionen und Suchintention. Besonders wertvoll sind Queries mit durchschnittlicher Position zwischen 4 und 10, hohen Impressionen und klarer transaktionaler oder informationsorientierter Intention. Diese sind oft Low‑Effort‑High‑Impact‑Chancen.

Vorgehen in vier Schritten:

  • Sortieren Sie nach avg_position (aufsteigend) und filtern Sie Position >3 und ≤10.
  • Filtern Sie nach Impressionen (z. B. >100 in 90 Tagen).
  • Prüfen Sie die CTR: niedrige CTR bei hoher Position deutet auf Snippet‑Probleme hin.
  • Bestimmen Sie die Suchintention manuell oder via Keyword‑Klassifikation.

Analysieren Sie für jede priorisierte Query die Zielseite. Passen Sie Title und Meta an, verbessern Sie H1/H2 oder erstellen Sie ergänzende Inhalte. Bei klar transaktionalen Intents können kleine On‑Page‑Optimierungen oder eine FAQ‑Sektion die Top‑3‑Platzierung sichern.

Ein einfaches Score‑System hilft bei der Priorisierung:

  • Position‑Score: 10 − Position (maximal 6 Punkte für Position 4–10)
  • Impression‑Score: logarithmisch gewichtet
  • CTR‑Penalty: −2 bei CTR < 2 %

Erstellen Sie eine Prioritätenliste mit Top‑10 Quick‑Wins und planen Sie konkrete Content‑Tasks in Ihrem Redaktionsplan.

Nächste Schritte: Integration in Reporting und Content‑Updates

Daten müssen in Aktionen münden. Exportierte Keywords gehören ins Reporting‑Template und in den Redaktionsworkflow. Verknüpfen Sie das CSV mit dem Content‑Backlog, damit sichtbare Chancen priorisiert bearbeitet werden.

Vorschlag für die Integration:

  • Importieren Sie das CSV in Ihr Reporting (Google Sheets/BI).
  • Ergänzen Sie Spalten: Zuständiger, geplante Maßnahme, Status, Veröffentlichungsdatum.
  • Führen Sie quartalsweise Reviews der Top‑3‑Chancen durch und exportieren Sie erneut zur Erfolgskontrolle.

Nach dem Export markieren Sie Quick‑Wins (Title‑Tests, Meta‑Updates, Content‑Erweiterungen). Weisen Sie Aufgaben zu und messen Sie nach 4–8 Wochen die Veränderung in Position und CTR. So schließen Sie die Daten‑Action‑Schleife.

Wenn Sie Unterstützung bei der Integration brauchen, fordern Sie eine Analyse an — wir prüfen Ihre Top‑Chancen und liefern konkrete Optimierungsvorschläge.

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FAQ: Kurze Antworten zu typischen Nutzerfragen

Ideal sind 1.000–5.000 Zeilen für operative Arbeit; für strategische Analysen sind 10.000+ sinnvoll. Bei Bedarf die Search Console API nutzen.

CSV ist universell und besser für BI/Automatisierung. Google Sheets eignet sich für kollaborative Redaktionsprozesse.

Die GSC zeigt echte Klicks und Impressionen von Google; Drittanbieter liefern Schätzungen und zusätzlich Wettbewerbsdaten. Beide Quellen ergänzen sich sinnvoll.

Exportieren Sie mindestens monatlich. Bei aktiven Optimierungen ist ein wöchentliches Export‑Intervall sinnvoll, um Effekte schneller zu messen.

Export‑Prozesse lassen sich automatisieren. Nutzen Sie die Search Console API mit OAuth und planen Sie tägliche oder wöchentliche Jobs, um manuelle Fehler zu reduzieren und Konsistenz sicherzustellen.

Nutzen Sie das bereitgestellte CSV‑Template als Startpunkt für Ihre Exporte und implementieren Sie ein einfaches Score‑System, um Top‑3‑Chancen systematisch abzuarbeiten. Legen Sie los.